Das Heer in der Deutschen Wehrmacht 1939-1945

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Das Heer in der Deutschen Wehrmacht 1939-1945 (Das III Reich Sondersheft 06)

Publisher: John Jahr Verlag 1974 76 Pages

PDF 79 MB

Eine Betrachtung und Bewertung der deutschen Wehr­macht in der Zeit von 1933 bis 1945 steht immer im Schatten der Tat­sache, daß sie ei­nen Krieg zu führen hatte, den die Ge­schichte als politisch ungerecht und als verbrecherisch eingestuft hat.

Dadurch bekommen die Leistungen der Truppe und der Opfermut der Sol­daten jene einschränkende Bewer­tung, die nicht selten ein objektives, unvoreingenommenes Urteil über die militärische Leistung verhindert. Wenn Deutschland wieder ein unge­brochenes Verhältnis zu seiner Ge­schichte und zu seiner nationalen Iden­tität finden will, dann muß auch die Geschichte der Wehrmacht vor dem Kriege frei von reflektorischen Be­trachtungen dargestellt werden, so, wie sich die Dinge den militärischen Führern, Unterführern und Soldaten darboten, nicht so, wie sie im nach­hinein lange Zeit im Lichte einer Vae-victis-Haltung dargeboten wurden. Die deutsche Wehrmacht wurde offi­ziell am 16. März 1935 geboren, als Adolf Hitler die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht verfügte und für das Heer einen Rahmenumfang von 36 Divisionen dekredierte. In Wirklichkeit hatte die Aufrüstung schon im Herbst 1933, ziemlich offen im Frühjahr 1934 begonnen. Sechs Jah­re also bestand das deutsche Heer, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Diese Aufrüstung wäre undenkbar gewesen, wenn nicht als Kern die fachlich glän­zende, in der Menschenauswahl her­vorragende Reichswehr mit ihren 100000 Mann Berufssoldaten als Ka­derarmee zur Verfügung gestanden hätte. Dieses Reichsheer hatte zwar keine Panzer, keine Flugzeuge und keine motorisierte Artillerie; aber es besaß eine modern denkende, glän­zend ausgebildete soldatische Füh­rung.

Von 1934 bis zum Herbst 1939, also in knapp sechs Jahren, wurden aus zehn Divisionen der Reichswehr 52 Groß­verbände mit moderner Bewaffnung geschaffen.

Es war klar, daß viele ehemalige Offi­ziere, Unteroffiziere und Soldaten des letzten Krieges und die Masse der Bürger diese Entwicklung nach dem als Unrecht empfundenen Versailler Frieden begrüßten.

Durch das von der politischen Taktik her gesehen geschickte Bündnis Hit­lers mit dem Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall Paul von Hinden-burg schaffte das NS-Regime die Vor-

aussetzung, die nationale Begeiste­rung in den Dienst der Aufrüstung zu stellen und Adolf Hitler im Heer einen starken Einfluß zu sichern. Trotzdem war das Heer 1939, als es in den Krieg marschieren mußte, keines­wegs ohne Mängel. Das galt für die Bewaffnung, für die Stärke der Division und für die Viel­seitigkeit der Ausrüstung. Vorallem die neue Panzerwaffe, wie sie Guderian ausgebildet und aufgestellt hatte, führte das Heer auf kriegsentscheiden­de Wege.

Die deutsche Wehrmacht hat keinen Krieg gewollt. Ihre Generalstäbe haben jahrelang die politische Führung davor gewarnt. Ohne patriotischen Überschwang zog das deutsche Heer in den Krieg, in einen Krieg, den die politische Führung als Mittel zur Wah­rung deutscher Lebensrechte dar­stellte.

Die moderne militärische Ausrüstung und bewegliche Operationsführung mit Flugzeug und Panzerwaffe brach­ten die Erfolge in Polen und Frankreich, die die Welt in Erstaunen versetzte. Die schnellen Verbände und ihre operati­ven Durchbrüche gaben dem ersten Teil des Krieges das Gepräge: Der Blitzkrieg war geboren. Mit seinem Angriff auf die Sowjetunion ließ sich Hitler wiederum auf einen Zweifrontenkrieg ein, der nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges nicht zu gewinnen war. Es war ein ver­hängnisvoller, ein für die deutsche Nation tödlicher Fehler. Wie der deutsche Soldat in der Glut­hitze der russischen Sommer und bei den sibirischen Kältegraden der Win­ter gefochten hat, ist längst Geschich­te geworden. Geschichte auch der verzweifelte Einsatz der Heimatfront, als das Reich von sengenden und brennenden Sowjetarmeen überrollt wurde und die westlichen Feindbom­ber das übrige taten. Es gehört zu den großen irrationalen Vorgängen, die erst später richtig ge­würdigt werden können, daß das deut­sche Heer auch in aussichtsloser Lage versuchte, den Befehlen einer Führung zu folgen, die längst die Beziehung zur Realität verloren hatte und die Truppe in einem nicht zu gewinnenden Ab­nutzungskrieg vor unerfüllbare Auf­gaben stellte.

Die Heimat, die Wehrmacht und die Waffen-SS, die unter den gleichen Be­fehlen und Bedingungen in bewährter Gemeinschaft mit den Verbänden des Heeres kämpfte, taten ihre Pflicht bis zum bitteren Ende.

Wallher Wenck General der Panzertruppe a.D.

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